Weg vom Netz für 5 Minuten
Als Zeichen gegen die Umweltverschmutzung sollen am kommenden Donnerstag, 1. Februar, für fünf Minuten jegliche Stromverbraucher ausgeschaltet werden. Aufgerufen haben anscheinen verschiedene Umweltorganisationen, allerdings habe ich bisher nur einige Blogbeiträge, aber nirgendwo eine orginale Quelle gefunden.
Auch frage ich mich, wer das denn bemerken soll. Ziel ist es zwar, Bevölkerung, Medien und Politiker aufmerksam zu machen, aber es wird kaum jemand herumgehen und zählen, in welchen Häusern kein Licht brennt.
Gut gemeint, aber eher unnütz. Vielleicht sogar ein Hoax?
[Via Gammarus Blog]
Dunkles Web ist grün
Vor allem Röhrenmonitore - ja, ich gestehe: zu Hause ist noch einer im Einsatz -, aber auch LCD-Bildschirme reagieren mit verminderter Stromaufnahme, je dunkler die dargestellten Pixel sind.
Losgetreten hat die Diskussion eine Designfirma in den USA. ecoIron hat dazu Messungen durchgeführt, die den Effekt für verschiedene Farben belegen. Konsequenz: das Layout des Blogs wurde auf dunkel umgestellt.
GoogleWatch hingegen berechnet die eingesparte, nicht unerhebliche Energiemenge, wenn Google seine Seiten schwarz einfärben würde.
Natürlicher Strahlenschutz
Hans-U. Jakob von
gigaherz.ch, umstrittener Aktivist wider Elektrosmog, beschreibt im
Natürlich 1-2007 eine interessante Eigenschaft von Efeu. Form und Grösse der Blätter entsprechen einer idealen Empfangsantenne für 1800 MHz-Mobilfunkstrahlung. Dadurch schirmt ein dichter Bewuchs scheinbar mit mehr als dem Faktor 10 ab. Eine serbelnde Pflanze könnte auf eine hohe Strahlenbelastung hinweisen.
Eine bewachsene Fassade bietet also nicht nur fürs Auge etwas, sondern stellt auch einen Schutz gegen elektromagnetische Strahlung in einem bestimmten Frequenzbereich dar. Natürlich verschlechtert sich dadurch auch der Empfang des Mobiltelefons im Haus, aber dort hat man ja üblicherweise das Festnetz zur Verfügung.
Swisscom in grün
Swisscom stellt sich neu in eine Reihe mit den grossen Detailhändlern, welche ein umfangreiches Sortiment an umweltverträglichen Produkten anbieten. Unter dem Label "Green" werden bisher fünf Telefone angeboten, welche strahlungsarm sein sollen. Zudem werden Dienste wie "Das Büro zu Hause", "Die Konferenz im eigenen Büro" und andere mit als Ökostrom versorgt beworben.
Mager, aber ein Schritt in die richtige Richtung! Im Beitrag im Umweltblog sind zudem weitere Projekte angekündigt.
Mitfahren
Wenn ich jeweils meinen 15-minütigen Fussmarsch zwischen Bahnhof und Arbeitsplatz absolviere, dann fällt mir auf, dass in neun von zehn Autos nur eine Person sitzt. Man bewegt also 1500 kg Metall und Kunststoff, um 75 kg Mensch von A nach B zu bringen, wobei ein Potential von weiteren 280 kg ungenutzt bleibt.
Nicht berauschend effizient. Warum nicht ein kleineres Auto fahren, wenn man nicht verzichten kann? Oder der andere Weg: warum nicht Mitfahrer mitnehmen?
Gerade für regelmässige Fahrten wie der Weg zum Arbeitsplatz bieten sich Mitfahrnetzwerke wie mitfahrnetz.ch oder MitfahrZentrale.ch an. Natürlich kann man sich auch per Schwarzes Brett in der Firma zusammenschliessen.
Wenn man eine Fahrgemeinschaft bildet, wird man klarerweise etwas weniger flexibel und man riskiert, dass man jemanden etwas näher kennenlernt ...
Sparen und schützen
Mit effizienten Haushaltgeräten lässt sich nicht nur was für die Umwelt, sondern auch was für den eigenen Geldbeutel tun. Geräte mit A++-Label sind dabei besonders effizient, was den Energieverbrauch betrifft.
topten.ch vergleicht nicht nur Helfer im Haushalt, sondern auch Bürogeräte, Heizungen oder auch Autos. Auf diversen Merkblättern ("Top-Themen für Profis") wird zudem Hilfestellung für professionelle Beschaffer angeboten.
Eine Zweitmeinung kann man sich bei Ökotest einholen, welche den Fokus etwas mehr auf die gesundheitlichen Risiken legt.
Lokale Abkühlung
Mal eine nette Freeware, welche dem sich ums Klima (und um den eigenen Geldbeutel) Sorge machende PC-Benutzer ein etwas leichteres Gewissen verschafft.
Local Cooling installiert sich auf jedem XP-Rechner und optimiert den Stromverbrauch. Windows (in der Standardkonfiguration) macht heute nicht viel mehr als nach einer gewissen Zeit den Bildschirmschoner anzuwerfen - was aber keinen Effekt auf den Stromverbrauch hat, weil ja der Monitor anbleibt.
Das Tool hingegen stellt Monitor, Harddisk und sogar den PC ab, wenn eine Komponente nicht verwendet wird. Das Feature, das wirklich Laune macht ist die Online-Statistik und Community. So lässt sich konkret verfolgen, wieviel man selber oder auch ein Team eingespart hat.
Aber natürlich ist es nicht jedermans Sache, noch mehr persönliche Daten ins Netz zu stellen ...