Zeitvertreib
Vor den Betriebsferien dieses Blogs nur noch dieser Hinweis auf die Umweltspielesammlung: von simpel gestrickten HTML-Abfragen bis zu aufwändig gestalteten Flashspielen (z.B. die Chiquita-Farm) findet sich in der Sammlung alles, was mit dem Thema Umwelt zu tun hat.
Viel Spass! Gerne höre ich von gefundenen Perlen.
Mitfahren
Wenn ich jeweils meinen 15-minütigen Fussmarsch zwischen Bahnhof und Arbeitsplatz absolviere, dann fällt mir auf, dass in neun von zehn Autos nur eine Person sitzt. Man bewegt also 1500 kg Metall und Kunststoff, um 75 kg Mensch von A nach B zu bringen, wobei ein Potential von weiteren 280 kg ungenutzt bleibt.
Nicht berauschend effizient. Warum nicht ein kleineres Auto fahren, wenn man nicht verzichten kann? Oder der andere Weg: warum nicht Mitfahrer mitnehmen?
Gerade für regelmässige Fahrten wie der Weg zum Arbeitsplatz bieten sich Mitfahrnetzwerke wie mitfahrnetz.ch oder MitfahrZentrale.ch an. Natürlich kann man sich auch per Schwarzes Brett in der Firma zusammenschliessen.
Wenn man eine Fahrgemeinschaft bildet, wird man klarerweise etwas weniger flexibel und man riskiert, dass man jemanden etwas näher kennenlernt ...
Büchsenregal
Mal eine (der wenigen?) Idee, wie man aus Abfall etwas mit einem gewissen Stil herstellen kann: das Blechbüchsenregal.
Entworfen von der kanadischen Designerin Cristina Covello - in "schlauem und demütigen" Stil - bietet das Konzept eine Menge Anregung für eigene Projekte. Büchsen (oder auch andere Behälter) fallen in beliebiger Menge im eigenen Haushalt oder auch im nächsten Restaurant an.
Wie man die Schublädchen am effizientesten fertigt oder die Büchsen an die Wand kriegt, bleibt der eigenen Kreativität überlassen. Aber vielleicht gibt es Vorschläge?
Verschenken
Die höchstwertige Art des Recyclings ist die Wiederverwendung eines Gegenstandes für den ursprünglichen Zweck. Wird etwas im eigenen Besitz überflüssig, muss das nicht heissen, dass der Gegenstand wertlos ist.
Will man nicht verkaufen, weil vielleicht der zu erwartende Erlös in keinem Verhältnis zum Aufwand steht, dann ist verschenken eine Alternative. Wie findet sich ein Empfänger?
- Brockenhaus: ist der Gegenstand verkaufbar, sind Brockenhäuser dankbare Abnehmer. Grössere Menge werden auch zu Hause abgeholt.
- Anschlag: in den Läden der hiesigen Detailhändler kann das Anschlag kostenlos genutzt werden.
- Inserat: in einschlägigen Magazinen (wie fundgrueb oder Tierwelt) oder online (z.B. Gratis-Inserate.ch) gibt es eigene Rubriken, wenn man etwas für wenig oder nichts abzugeben hat.
- Freecycle: lokale Gemeinschaften, welche Recycling via schenken und verschenken betreiben, sind auf freecycle.org organisiert.
Falten statt Plastik
Nochmal zum Thema Wegwerfsäcke: früher wurde in Stoff eingepackt und getragen, in Japan (unter dem Begriff "furoshiki") und wohl auch bei uns in Europa. Die industrielle Fertigung von Plastiktüten hat dem ein Ende bereitet.
Nun scheint diese alte Packart wieder entdeckt und von höchster Stelle gefördert zu werden. Die verwendeten, quadratischen Tücher können einfach aus einem Stück geeigneten Stoff gemacht werden oder aber man kauft ein entsprechend modisches Accessoir.
Diese Illustration oder der Film zeigen, wie es geht.
Via treehugger.
Schädliche WLAN-Strahlung?
Sind elektromagnetische Strahlungen insbesondere WLAN schädlich? Die Bürgerbewegung Schweiz sieht es so, wie Franz Alt zusammenfasst. Demnach sollte ein möglichst grosser Abstand zu Sendern eingehalten, Strahlung durch Abschaltung der Geräte resp. Verkleinerung der Abstrahlleistung vermindert wie auch möglichst auf Kabelverbindungen gesetzt werden.
Ökotest kommt zu keinem eindeutigen Ergebnis, meistens ist die Handystrahlung stärker. Das Bundesamt für Strahlenschutz (Deutschland) meint dagegen, es sei bisher keine gesundheitlichen Risiken nachweisbar.
Es ist sicher keine schlechte Idee, sich an obige Vorschläge zu halten, allerdings müsste man die gleichen Konsequenzen bei Mobil- und Schnurlostelefon und was da sonst noch drahtlos kreucht und fleucht ziehen.
Sparen und schützen
Mit effizienten Haushaltgeräten lässt sich nicht nur was für die Umwelt, sondern auch was für den eigenen Geldbeutel tun. Geräte mit A++-Label sind dabei besonders effizient, was den Energieverbrauch betrifft.
topten.ch vergleicht nicht nur Helfer im Haushalt, sondern auch Bürogeräte, Heizungen oder auch Autos. Auf diversen Merkblättern ("Top-Themen für Profis") wird zudem Hilfestellung für professionelle Beschaffer angeboten.
Eine Zweitmeinung kann man sich bei Ökotest einholen, welche den Fokus etwas mehr auf die gesundheitlichen Risiken legt.
Klimaneutral Auto fahren?
Klimakompensierung gewinnt - möglich gemacht durch das
Kyotoprotokoll - an Monumentum. In Deutschland kann jetzt eine
Vignette gekauft werden, welche anzeigt, dass für eine bestimmte Kilometerleistung abhängig vom Fahrzeugtyp die CO2-Emissionen kompensiert wurden.
In der Schweiz bietet
myclimate.org ein ähnliches
Produkt fürs Fliegen an. Bei
Mobility lassen sich durch eine Kilometerabgabe - in Zusammenarbeit mit der gleichen Organisation - klimaneutral Autos teilen.
Lokale Abkühlung
Mal eine nette Freeware, welche dem sich ums Klima (und um den eigenen Geldbeutel) Sorge machende PC-Benutzer ein etwas leichteres Gewissen verschafft.
Local Cooling installiert sich auf jedem XP-Rechner und optimiert den Stromverbrauch. Windows (in der Standardkonfiguration) macht heute nicht viel mehr als nach einer gewissen Zeit den Bildschirmschoner anzuwerfen - was aber keinen Effekt auf den Stromverbrauch hat, weil ja der Monitor anbleibt.
Das Tool hingegen stellt Monitor, Harddisk und sogar den PC ab, wenn eine Komponente nicht verwendet wird. Das Feature, das wirklich Laune macht ist die Online-Statistik und Community. So lässt sich konkret verfolgen, wieviel man selber oder auch ein Team eingespart hat.
Aber natürlich ist es nicht jedermans Sache, noch mehr persönliche Daten ins Netz zu stellen ...
Papiertasche statt Einwegplastik
Der
Orginalslogan war ähnlich, die Sache eigentlich ein alter Hut: statt den Einkauf in die beim Detailhändler kostenlos vorhandenen Einwegsäcke zu verpacken, ist es sinnvoller eine Mehrwegtasche zu verwenden.
Eingefahren ist mir ein Erlebnis in Libyen: wann immer die die Strasse säumenden Akazien mit Einwegbeuteln vollgehangen haben, hat sich ein grösseres Dorf oder eine Stadt angekündigt. Natürlich hat es die nicht aus Europa rübergewindet, aber sie stehen für den unachtsamen Umgang mit Wegwerfartikeln.
Es gibt nur eine unschlagbare Zweitverwendung für die Dinger: Abfallbeutel für den täglich zu leerenden Windeleimer.